Živijo! – Eine Geburtstagsfeier für Stanko Radikon (in memoriam) – Teil 2

Diesen zweiten Teil wollte ich einfach dem gelungenen Fest widmen. Hunderte Autos entlang der schmalen Straßen von OSLAVIA und auf verschiedensten provisorischen Parkplätzen. Dort, wo es sonst immer ganz ruhig und beschaulich zugeht.

An den Wänden des größten Raums Fotos, die Stanko Radikon zeigen. Eine Ausstellung von Fabio Rinaldi.

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Stanko, wie wir ihn geliebt haben, bei bester Laune. Continua a leggere

Živijo! – Eine Geburtstagsfeier für Stanko Radikon (in memoriam) – Teil 1

Am 20. Dezember hätte Stanko Radikon seinen Geburtstag gefeiert. Wie immer mit vielen Freunden. Auch diesmal gab es ein Fest – und Stanko war fühlbar dabei, aber auf andere Weise als sonst.

Die Begegnung mit Stanko Radikon bleibt sicher eine der prägendsten in meiner persönlichen “Weingeschichte”. Seine Weine liebt man oder – auch nicht. Aber egal können sie einem kaum bleiben. Es ist wohl überflüssig zu erwähnen, dass ich seine Weine liebe: VINI MACERATI. Weißweine mit langer Maischestandzeit, die eine tieforange Farbe und einen bemerkenswerten Körper und Duft entwickeln. Und unvergleichbar bleiben. Radikon bleibt Radikon.

Seitdem Stanko nicht mehr da ist, führen Susanna (Stankos Frau) und Sasa (ihr Sohn) das Weingut weiter. Und ihnen verdanken wir Teilnehmer dieses großartige Fest, das für mich schon um 11.00 im neuen Verkostungssaal beginnt. Im Verkostungssaal, der heute am 20.Dezember 2016 eingeweiht, zu Ehren von Stanko, der seit Jahren an diesem Projekt der Erweiterung seiner “azienda” gearbeitet hatte.

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Spektakulär ist die Aussicht auf Oslavia (auch durch’s Fenster fotografiert): Continua a leggere

Wie versüße ich mir den Winter? – Tanz der Flaschen bei Fiegl (part four)

 

Mein letzter Winterartikel! Morgen beginnt der Frühling.

Letzte Woche habe ich mir einen regnerischen Wintertag wieder mal auf dem Weingut Fiegl versüßt. Ich habe Fotos bei der Flaschenabfüllung gemacht und viele Fragen gestellt.

(Einige Fotos stammen von Jakob Fiegl, dem Cousin von Robert und Matej – siehe meine anderen Posts über Fiegl….)

Achtung, fertig, los! Die Flaschen warten auf ihre Befüllung.

Und die Korken auf ihren Einsatz.

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Wie versüße ich mir den Winter? – Fiegl (part three) und der Rebschnitt

Vor drei Wochen habe ich mir einen Wunsch erfüllt. Ich wollte endlich mal im Weinberg oder Weinkeller arbeiten. Anfassen. Be-greifen! Die Sommelierausbildung, die ich mache, ist schön und ausführlich, aber sie hat keine praktischen Seiten, die dich mit der Arbeit des Weinbauern in Kontakt bringt.

Matej Fiegl hat mich zum Rebschnitt mitgenommen. Durch den Rebschnitt wird die Fruchtbarkeit und die Wuchskraft der Reben reguliert. Würde man alle Fruchtruten aus dem letzten Sommer wieder austreiben lassen, würde dem  Weinstock fast keine Kraft für seine Trauben bleiben.

Das ist ein Sauvignon.

Ich lerne, dass ich nicht einfach schematisch kürzen / schneiden darf. Jeder Rebstock ist anders. Continua a leggere

Wie versüße ich mir den Winter? – Fiegl Weine (part two) und OSLAVIA

In meinem ersten Artikel über Fiegl habe ich angesprochen, dass meine Kollegen die Weinproduzenten von Oslavia als “Wilde” bezeichnet haben. Wahrscheinlich ist ein Grund für diese angebliche “Wildheit” die grausame Vergangenheit des schönen Hügels Oslavia.

Vielleicht versteht jemand in diesem Zusammenhang nicht die Überschrift “Wie versüße ich mir den Winter?”. Doch für mich ist “versüßen” auch: Studieren, Lesen, Zusammenhänge verstehen.

Im Folgenden übernehme ich zusammenfassend Inhalte aus dem – schon zitierten Buch – “The invisible part of wine” (von der Associazione Produttori Ribolla di Oslavia mit dem Seminario Permanente Luigi Veronelli, Edizioni Transmedia 2011), das in diesem Jahr auch auf Deutsch/Französisch erscheinen soll.

Oslavia war vor fast 100 Jahren einer der Hauptkriegsschauplätze des 1. Weltkrieges. Auf dem Foto sieht man links oben einen großen, weißen Zylinder, das ist die Gedenkstätte von Oslavia.

(Das tolle Foto ist von hier.) Continua a leggere

Wie versüße ich mir den Winter? – Fiegl Weine (part one)

Als ich vor zwei Jahren meinen 1. Sommelierkurs begonnen hatte, sprachen meine Kollegen und Kolleginnen -alle hier aus der Gegend-manchmal von den “Wilden” von Oslavia. Ich hatte keine Ahnung wovon sie sprachen. Im letzten Jahr habe ich dann die Vinitaly http://www.vinitaly.com/ (die größte Weinmesse Italiens) besucht und die Weine von RADIKON verkostet. Kurz darauf war ich bei Stefano Bensa von LA CASTELLADA. Und nun hatte ich die Möglichkeit FIEGL zu besuchen. Alle drei sind Weinproduzenten aus Oslavia. Mehr oder weniger wild. Alle drei unglaublich verbunden mit ihrem schönen Hügel, fünf Minuten vom Stadtzentrum von Gorizia/Görz http://www.turismofvg.it/G%C3%B6rz-und-Collio

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