Franziska und Hans Raimund – Bindeglieder zwischen der alten und der neuen Heimat

 

Franziska und Hans habe ich durch meine Mutter kennengelernt, da sie in ihrer Nähe leben: Im Mittelburgenland (Österreich). In einem typischen alten Bauernhaus. Liebevoll gestaltet.


Es ist jedesmal schön, sie zu treffen, denn – abgesehen davon, dass sie beide superinteressante Persönlichlichkeiten sind – kann ich mit ihnen teilen, was ich nur mit wenigen Menschen teilen kann: Die Erfahrungen als ÖsterreicherInnen in Norditalien, im Friaul.

Die beiden haben von 1984 bis 1997 in Duino bei Triest gewohnt.

Franziska hat hier im bekannten UWC (United World College) Adriatic Deutsch und Französisch unterrichtet und sie hat das College sogar für einige Jahre geleitet.

Mein Liebligsfoto – hier sieht Franziska wie eine Burgtheaterschauspielerin aus.

Hans hat am College “Chamber Music” (er ist auch Pianist) und “Deutsch für Ausländer” unterrichtet. Und er hat in Duino geschrieben. Hans Raimund ist Dichter. Poeta. Er hat etliche Preise als Schriftsteller und Übersetzer erhalten.

Dieses Buch hat er mir vor ein paar Jahren geschenkt und erst jetzt beginne ich langsam es zu be-greifen. Eine Anthologie über Triest (und nicht nur.) Be-greifen, was er u.a. beschreibt: das Fremdsein und Nicht-Fremdsein in der neuen “Heimat”.

Und das ist sein neuestes Buch. Es enthält Hans Übersetzungen der Gedichte Virgilio Giottis. Meinen nächsten Mittwochsspruch (-gedicht) werde ich einem widmen. Ich zitiere aus dem Vorwort: “Virgilio Giotti ist eine der interessantesten Gestalten der Triestiner Literatur in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts…..außerhalb Italiens ist es (sein Werk) unbekannt geblieben. Das hat seine Ursache vor allem darin, dass Giotti einen Großteil seines Werks im Dialekt  geschrieben hat.”

Leider kann ich mich nicht rühmen dieses schöne Foto gemacht zu haben. Es stammt von Hans Wetzelsdorfer.

Und nun einige Impressionen von dem Haus der beiden, das meine Kinder und ich lieben. Vor allem der Dachboden ist ein Paradies, in dem man auf Enteckungsreisen ohne Ende gehen kann. Und natürlich Bücher über Bücher überall.

Der Dachboden!

Hans Schreibtisch

Ein Bild seiner Mutter

Ein alter Setzkasten…….

…..seit Ewigkeiten wieder in Verwendung gebracht von meiner großen Tochter.

Alte Spielzeughunde

und Chiara – wahrhaftiger junger Hund der beiden.

Eine Erinnerung an Duino.

Und ein wichtiges Motto. (“Ehret die Frauen!”)

Auf bald! In Italien? Bei einer Lesung?

7 pensieri su “Franziska und Hans Raimund – Bindeglieder zwischen der alten und der neuen Heimat

  1. Liebe Heidi,
    ich bin sprachlos und sehr gerührt. Niemand hat bisher von Hans und mir und unserem Haus ein so wunderbares und liebevolles Porträt gestaltet wie DU! Vielen, vielen Dank!
    Deine Fotos sind schlicht hervorrragend, auch der Begleittext ist gut.
    Grazie di cuore, sei molto brava! Franziska

  2. Auch ich bin restlos begeistert von diesem Eintrag!
    Herzlichen Dank,
    muss erst sickern lassen,
    wie stark es auf mich wirkt!
    Alles Liebe
    Beate Wallner

  3. Liebe Heidi, auf der Suche nach einem Foto von Hans bin ich auf deinen Beitrag gestoßen. Kann mit Worten schwer sagen, wie sehr ich ihn mag. Und wie er gerade passt. Alles Liebe, Dagmar

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